Pilatus PC12 SET
Daher TBM SET
Quest KODIAK 100
SET
Piper PA46 500TP
SET
Multi-Engine MEP(L)
Single-Engine SEP(L)
Klassenberechtigungen
Ohne die geht es einfach nicht
Wenn Sie Ihre PPL(A) gemacht haben, erhalten Sie automatisch die Klassenberechtigung, auf der Sie die Lizenz erworben haben. Sie können natürlich zusätzliche Berechtigungen erwerben. Für einige müssen allerdings zunächst die Voraussetzungen vorhanden sein. So müssen Sie zum Beispiel für Hochleistungsflugzeuge mindestens 200 Flugstunden haben. 70 davon müssen als PIC geflogen worden sein. Für die einfachen SEP(L)-Varianten, wie z.B. Constant-Speed Propeller, benötigen Sie keine Mindestvoraussetzungen.
Die Motorflugschule Egelsbach bietet Ihnen die folgenden Kurse für an:
- Single-Engine SEP(L)
- Multi-Engine MEP(L)
- Single-Engine SET(L)
- Pilatus PC-12
- Quest Kodiak 100
- Daher TBM Serie
- Piper PA46-500/600
Wichtige Neuregelungen der Part-FCL zur SET(L)
Hintergrund zur neuen SET(L) seit März 2025
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat im Rahmen der Überarbeitung der Part-FCL (Flight Crew Licensing) eine bedeutende Änderung für Piloten von einmotorigen Turbinenflugzeugen mit Landfahrwerk (SET(L) – Single Engine Turbine (Land)) eingeführt. Ziel dieser Neuregelung ist es, die bisher oft uneinheitliche und national unterschiedlich gehandhabte Lizenzierung von Turboprop-Mustern wie der Pilatus PC-12 oder Cessna Caravan zu harmonisieren.
Kernpunkt der Änderung ist die Einführung eines eigenständigen Klassenratings „SET(L)“ in die europäische Lizenzstruktur. Bisher wurden entsprechende Flugzeuge je nach Mitgliedsstaat als Einzelmuster oder mit nationalen Sonderlösungen lizenziert. Mit der offiziellen Aufnahme in die Part-FCL wird nun ein einheitlicher, klar definierter Ausbildungs- und Prüfungsrahmen geschaffen, der in allen EASA-Staaten gleichermaßen gilt.
Die neue Regelung sieht eine verpflichtende, strukturierte Ausbildung mit theoretischem und praktischem Anteil vor. Diese muss an einer zugelassenen Ausbildungsorganisation (ATO) erfolgen und wird durch einen Skill Test abgeschlossen. Darüber hinaus ist ein jährlicher Proficiency Check erforderlich, um die Gültigkeit des Ratings aufrechtzuerhalten – analog zu bestehenden Multi-Engine-Klassenberechtigungen. Die SET(L)-Berechtigung ist dabei klar vom SEP(L)-Rating (Single Engine Piston) getrennt und setzt spezifisches Wissen über Turbinenbetrieb und entsprechende Systeme voraus.
Ein weiterer Vorteil der Neuregelung liegt in der europaweiten Anerkennung. Während zuvor nationale Lizenzen und Eintragungen nicht immer problemlos in anderen Ländern akzeptiert wurden, schafft die harmonisierte Struktur nun Rechtssicherheit und Flexibilität – sowohl für Piloten als auch für Betreiber.
Im Vergleich zur vorherigen Situation, in der häufig Unsicherheit über Zulassung, Training und Prüfungsanforderungen herrschte, bietet die neue SET(L)-Regelung der Part-FCL ein hohes Maß an Klarheit, Sicherheit und Professionalität. Für Piloten bedeutet dies zwar zusätzlichen Aufwand in der Ausbildung, aber gleichzeitig eine deutliche Vereinfachung im grenzüberschreitenden Einsatz und eine klare Aufwertung des Ratings im professionellen Luftfahrtumfeld.
Obwohl SET(L) ein Class Rating ist, unterliegen die meisten Flugzeuge innerhalb dieser Klasse einer sogenannten Muster- oder Typeneinweisung (Differences Training), sofern sie sich hinsichtlich Ausrüstung, Avionik oder Systemen wesentlich unterscheiden. Das bedeutet: Wer beispielsweise auf einer Pilatus PC-12 ausgebildet wurde, darf nicht automatisch ohne zusätzliche Schulung eine TBM 940 fliegen – auch wenn beide unter das SET(L)-Rating fallen.
Das sogenannte „Differences Training“ muss bei einem qualifizierten Fluglehrer innerhalb einer ATOTO durchgeführt und im Flugbuch dokumentiert werden. Es umfasst die Einweisung in spezifische Systeme und Verfahren des neuen Musters, jedoch keinen vollständigen Skill Test, solange das Rating gültig ist. Eine vollständige Ausbildung ist nur dann erforderlich, wenn das SET(L)-Rating nicht mehr gültig ist oder wenn es sich um einen besonders komplexen Übergang handelt, etwa von einem konventionellen auf ein FADEC-gesteuertes Triebwerk.
Ausbildung im Detail und Kosten
Je größer das Flugzeug, um so höher sind natürlich die Kosten. Während bei Verkehrsflugzeugen für das Training oft Simulatoren zum Einsatz kommen, ist das bei kleineren Flugzeugen, insbesondere mit Turbopropellerantrieb selten der Fall. Es lohnt sich kaum, für die Anzahl der Flugzeuge, Simulatoren zu bauen. Bei einem A320 z.B. ist der Bedarf ganz anders. Das hat zur Folge, dass auch die Ratings entsprechend teuer sind. Lediglich bei der PC-12 gibt es einen Simulator in Lausanne bei Fly7, der allerdings relativ gut ausgebucht ist. Dennoch empfehlen wir, die Simulatorstunden in diesem Fall mitzunehmen und im Anschluss für den Rest zu uns zu wechseln.
- Pilatus PC-12 ab 30.000 €
- Quest Kodiak ab 9.000 €
- Daher TBM Serie ab 26.000 €
- Piper PA46-500/600 ab 11.000 €
- Multi-Engine MEP(L) ab 5.000 € *
- Single-Engine SEP(L) ab 800 €
* Theorie als Fernlehrgang verfügbar
Unser TIPP!
Sie wollen ein Flugzeug fliegen, welches als Hochleistungsflugzeug eingestuft ist? Meist stellt sich dann die Frage, welche Lizenz vorhanden, bzw. angestrebt ist. Angenommen, Sie haben eine PPL(A) und wollen als zweiten Lebensweg den des Berufspiloten gehen und später einen Businessjet fliegen. Sie sollten dann prüfen, ob es nicht sinnvoller ist, eine ATPL(A)-Ausbildung zu absolvieren. Hier ist HPA bereits enthalten. Für eine spätere Bewerbung ist ein ATPL(A) in jedem Fall die bessere Wahl – für potentielle Arbeitgeber sind Sie so interessanter.


