In der Luftfahrt arbeiten.
Für viele ein Traum
Der Flugdienstberater ist die rechte Hand des Piloten. Jobgarantie inklusive
Sie übernehmen die
Flugplanung der Airline. Es liegt in Ihrer Hand.
Mit unserem Fernlehrgang
sicher zum Erfolg.
Ausbildung mit Zukunft
Teamwork ist überall in der Luftfahrt
Ok, zugegeben! Das Cockpit des nebenstehendes Bildes entspricht nicht mehr der Gegenwart. So lange her ist das allerdings noch nicht. In einigen Ländern sind Navigatoren an Bord sogar noch Plicht, wenngleich sich die Cockpits heutzutage von den damaligen Cockpits deutlich unterscheiden. Die Navigationssysteme sind mit dem Einzug von GPS zwar nicht weniger komplex, aber die Arbeitsbelastung wurde in diesem Punkt erheblich minimiert. Ein Navigator ist an Bord eines modernen Flugzeugs nicht mehr erforderlich.
Wer übernimmt aber jetzt die Arbeit der ganzen Flugplanung? Wer berechnet die Flugpläne, kümmert sich um Fracht und Masse und Schwerpunktberechnungen? Wer hilft, wenn es zu Verspätungen kommt? Sicherlich sind hier noch viele andere Parteien ebenso beteiligt, der Flugdienstberater nimmt dabei aber eine sehr zentrale Rolle ein.
Dieser Job setzt nicht nur sehr viel Verantwortungsbewusstsein voraus, sondern verlangt gute Eigenschaften in Sachen Teamwork. Sie bereiten quasi den Flug für die Crew vor, kümmern sich um die Abwicklung und stehen bei Rückfragen durch die Crew mit Ihrem Fachwissen wir Fragen zur Verfügung. Die Bezeichnung Flugdienstberater trifft den Nagel auf den Kopf. Sie sind die rechte Hand der Crew. Im internationalen Umfeld werden Flugdienstberater auch Airline-Dispatcher, oder einfach nur Dispatcher genannt.
Eine lizenzierte Flugdienstberaterausbildung existiert so nur in Deutschland. Währenddessen andere Staaten das weniger geregelt haben, geht Deutschland einen anderen Weg. Mit fundierter Ausbildung zu mehr Professionalität – ein Weg, der auf jeden Fall richtig ist. Die Motorflugschule unterstützt zusammen mit der IFR-Flugschule diese Haltung und bieten Ihnen daher dieses Ausbildung in Kooperation an.
Dispatcher
Flugdienstberater leisten einen wichtigen Beitrag zum professionellen Ablauf des Flugbetriebes. Durch eine breit angelegte Ausbildung in allen für den Flugbetrieb relevanten Fächern ist man für die Piloten ein wichtiger Partner am Boden.
Das dem Arbeitsauftrag zugrundliegende Hauptkriterium ist die Gewährleistung von Sicherheit, Pünktlichkeit und Wirtschaftlichkeit. In der Zusammenarbeit mit Euro-Control, der Flugsicherung und anderen am Flugbetrieb beteiligten Fachabteilungen ist der Flight-Dispatcher ein kompetenter Ansprechpartner.
Die Aufgaben eines
Flugdienstberaters
Zu Ihren Aufgaben im operationalen Flugbetrieb gehören:
- Analyse der meteorologischen Bedingungen am Abflugs- und Zielort sowie entlang des geplanten Flugweges
- Optimale Flugwegplanung und Flugplanerstellung
- Berechnung des Treibstoffverbrauchs, der maximal möglichen Zuladung sowie Start- und Landegewicht
- Berücksichtigung von technischen Faktoren sowie Einschränkungen entlang des Flugweges
- Anmeldung des Flugplanes bei der Flugsicherung
- Zusammenstellen der Flugvorbereitungsunterlagen und Beratung der Piloten
Bei Rückfragen und Unregelmäßigkeiten leistet der Flight-Dispatcher der Crew über Funk oder anderen Kommunikationswegen sogenannte In-Flight-Assistance und bietet somit eine wichtige Entscheidungshilfe. Durch die berufsverwandte Tätigkeit und bedingt durch die Aufgabenstellung arbeiten Verkehrsleiter und Flugdienstberater sehr eng zusammen. Die Qualifikation und Ausbildung der Verkehrsleiter basiert auf der des Dispatchers.
Wie werde ich Flugdienstberater?
Bei der Ausbildung zum Flugdienstberater ist das Training in verschiedene Phasen aufgeteilt. Dies ermöglicht höchste Individualität und Flexibilität. So können Sie sehr einfach parallel zu Ihrer normalen, zumeist erwerbstätigen, Tätigkeit weiter nachgehen. Generell gibt es gesetzlich bei diesem Lehrgang keine Mindestlaufzeit. Wir empfehlen allerdings die Theorie in einem Zeitraum von 18 Monaten abzuschließen. Dies ist bei einer wöchentlichen Lernzeit von 8-15 Stunden leicht realisierbar. Die bestandene Theorieprüfung ist sodann 3 Jahre gültig, d.h. Sie müssen die Ausbildung innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen haben. Sie haben bei dieser Ausbildungsform zum Beispiel die Kosten stets im Blick und können sogar individuell auf deren Entstehung Einfluss nehmen. Die praktische Ausbildung ist nicht an das TUI Group Operation Centre gebunden, sondern kann bei jeder beliebigen Institution, die dafür zugelassen ist, absolviert werden. Nachfolgend erfahren Sie mehr über die einzelnen Abschnitte.
Die Eignungsfeststellung
Damit wir Sie zur Ausbildung anmelden können, benötigen wir den Nachweis, dass Sie über ausreichende Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch verfügen. Dies wird mit unserem schulinternen Eignungstest festgestellt. Der Eignungstest selbst ist kostenfrei, sie können daran jederzeit teilnehmen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns.
Theorie mit Fernlehrgang
Sie erwerben die theoretischen Kenntnisse für den Flugdienstberater in einem Vollzeitkurs oder mit unserem Fernlehrgang, der BOEING Courseware. Die Theorie umfasst insgesamt 408 Ausbildungsstunden. Bei unserem Fernlehrgang erfolgt die Präsenzphase von mindestens 65 Stunden in Abstimmung mit dem Fernlehrgang und findet begleitend in der Flugschule statt. Die Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt schließt diesen Teil der Ausbildung ab. Für die Theorie sollten Sie etwa 3 Monate einplanen.
Die Prüfungsvorbereitung
Die theoretische Prüfung ist die erste Hürde, die es zu überwinden gilt. Damit Sie diese gut meistern können, empfehlen wir eine gute Vorbereitung. Üblicherweise dauert eine gute Prüfungsvorbereitung etwa 2 Monate. Nach erfolgreicher Prüfungsvorbereitung schließen Sie Ihre theoretische Ausbildung mit einer schulinternen Prüfung ab, die Sie mit 85% bestehen müssen. Wir wollen, dass Sie Ihre Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt bestehen und bereiten Sie daher möglichst gut vor. Sehen Sie dies als eine Generalprobe, hier können Sie üben. Die Anmeldung zur Prüfung benötigt beim Luftfahrt-Bundesamt 14 Tage Vorlaufzeit. Bitte planen Sie Ihre persönlichen Termine entsprechend, bzw. reichen Sie, wenn Sie berufstätig sind, rechtzeitig Urlaub ein. Grundsätzlich sind auch Terminwünsche möglich.
Die praktische Ausbildung
Sobald Sie die theoretische Prüfung bestanden haben, wechselt der Ausbildungsort nach Hannover. Unser Kooperationspartner TUI GOC führt mit Ihnen die praktischen Anteile Ihrer Ausbildung durch. Dabei arbeiten Sie nicht nur an einem Simulator, sondern planen unter Aufsicht reale Flüge der TUI Airlines Group. Das heißt, Sie werden von Beginn an voll eingebunden und erleben den Beruf des Flugdienstberaters live. Die Spezialisten des TUI GOC stehen Ihnen dabei jederzeit mit Rat und Tat zu Seite. Eine praktische Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt, durchgeführt am Arbeitsplatz, schließt die Ausbildung ab. Die praktische Ausbildung zum Flugdienstberater dauert 3 Monate.
Was kostet die Ausbildung für Einsteiger?
Für Neueinsteiger kostet die Ausbildung zum Dispatcher:
- 17.480 EUR im Vollzeitkurs
- 16.400 EUR über Fernkurs
- ab 8.990 EUR nur Theorie
Dispatcherlizenz als Altervorsorge für Verkehrspiloten?
Zugegeben, eine etwas provokante Frage, allerdings mit realem Kern; kann doch die für Verkehrsflugzeugführer relativ einfach zu erlangende Dispatcherlizenz eine solide Säule bei Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge bilden.
Der Beruf des Flugdienstberaters, kurz Dispatcher, bietet aber noch mehr. Neben einer interessanten Tätigkeit in einem annähernd krisensicheren Umfeld (denn geflogen wird immer!), kann eine Anstellung auf administrativer Ebene einer Airline der erste und nicht selten entscheidende Schritt ins Cockpit sein.
Janus, der Gott mit den 2 Köpfen
Für die Arbeit gebende Airline ist man als Pilot mit Dispatcherlizenz quasi eine Art Janus sprich „Gott mit 2 Köpfen“ und damit doppelt wertvoll. Dies ist bei den regelmäßig anstrengenderen wirtschaftlichen Zyklen ein nicht zu vernachlässigender Faktor im Sinne der Arbeitssicherheit. Für frei ausgebildete Verkehrsflugzeugführer ist ein 2. Standbein Grundvoraussetzung für eine vernünftige Lebensplanung.
Nicht wenige Berufspiloten investieren daher ein ganzes Fliegerleben lang in eine sündhaft teure, oft nur die Grundbedürfnisse absichernde „Loss of License Versicherung“. Warum diese Versicherung so teuer ist? Na ganz einfach: Weil ein Pilot relativ schnell fluguntauglich ist. Wer als Pilot mit 32 Jahren Diabetes bekommt ist fluguntauglich, wer sich im Haushalt bei einem vergleichbar harmlosen Unfall am Auge verletzt ist u.U. ebenfalls fluguntauglich; das ganze bei ansonsten annähernd uneingeschränkter Lebenstüchtigkeit.
Für die Arbeit gebende Airline wird der angestellte „Janus-Pilot“ auch deshalb wertvoll, weil die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Arbeitsausfalls bei Fluguntauglichkeit signifikant geringer ist als bei dem „1-köpfigen-Normalpilot“.
Der erfolgreiche Weg zum Dispatcher…
… führt über die Motorflugschule Egelsbach. Die Ausbildung dauert für ATPL-Inhaber insgesamt nur 3 Monate und kostet nur 9.400 EUR. Da Ihnen als ATPL(A)-Inhaber die Theorie in voller Höhe angerechnet wird, kommt nur der angenehmere Part der praktischen Ausbildung beim TUI Group Operation Centre in Hannover mit anschließender praktischer Prüfung auf Sie zu.


